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Denkhof nimmt Abschied vom Eder Sepp

Denkhof. Im Alter von 87 Jahren ist Josef Eder aus Wotzing am vergangenen Donnerstag gestorben. Eine große Trauergemeinde nahm am Friedhof, mit dem nötigen Sicherheitsabstand, Abschied von ihm. Die ortsansässigen Vereine umrahmten mit Vorstands- und Fahnenabordnungen die bewegende Beisetzung.

Den Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Wolfgang Keller. In seiner Ansprache hielt er Rückschau auf das arbeitsreiche und für die Allgemeinheit engagierte Leben von Josef Eder, der am 9.11.1932 in Wotzing geboren wurde wo er mit seinen 6 Schwestern aufwuchs. Nach Abschluss der Schulzeit in Denkhof besuchte er die Landwirtschaftsschule in Passau und übernahm 1964 den elterlichen Hof in Wotzing. Von Kindesbeinen mit der Landwirtschaft vertraut entwickelte er das Anwesen am Puls der Zeit immer weiter, investierte und arbeitete am Hof solange es seine Gesundheit zuließ.

Ehrenschützenmeister Josef Eder

1962 heiratete er die Liebe seines Lebens Maria Reitberger. Seine Kinder Josef, Walter, Elisabeth, Anita, Alois und Monika unterstützte er Zeit seines Lebens und pflegte mit seinen 14 Enkelkindern einen liebevollen und lockeren Umgang. Die Familie hatte für ihn immer einen sehr hohen Stellenwert. Er liebte es alle um sich zu versammeln und war ein Genießer der süßen Backkünste. Als die Familie im Jahr 1984 durch den Tod der Tochter Elisabeth einen schweren Schicksalsschlag erlebte, konnte dieses Fundament nicht zum Einsturz gebracht werden, das Netzwerk funktionierte. Eine weitere Leidenschaft war die Freude an der Blasmusik, so spielte er in der Blaskapelle Büchlberg jahrelang Bass, aber auch mit seiner Ziehharmonika unterhielt er viele Menschen bei größeren Gesellschaften. Von 1989 – 1994 war er auch im Dienst der Kirchenverwaltung mit Engagement tätig. Durch sein tiefes Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit besuchte er immer die sonntäglichen Gottesdienste, bis zu seiner Erkrankung, und sagte oft „Wie dein Sonntag, so dein Sterbetag“.

Bürgermeister Josef Hasenöhrl verwies auf Josef Eder‘s Zeit als geschätzten und beliebten Gemeinderat in den Jahren von 1966 -1972 in der ehemaligen Gemeinde Nirsching und dankte ihm für den treuen und gewissenhaften Dienst zum Wohle der Gemeinde, insbesondere für den von 1954 – 1998 zuverlässig ausgeführten Winterdienst, anfangs sogar noch mit dem Pferdegespann. Der Tod hat uns sein Leben genommen, aber nicht das Wissen um eine Persönlichkeit, nicht die Erinnerung an sein erfolgreiches Wirken, nicht das Bewusstsein, dass er Maßstäbe gesetzt hat und Vorbild war.

René Wiedenbein, Schützenmeister vom SV Denkhof würdigte den Verdienst von Josef Eder um den Schützenverein. Er war Gründungsmitglied seit 1972, viele Jahre auch als Vorstandsmitglied tätig und hielt dem Verein bis zu seinem Tod die Treue. Er prägte diesen und seine Mitglieder von Beginn an. Mehr als 12 Jahre war er Schützenmeister und hat sich auch darüber hinaus vorbildlich um viele anfallenden Arbeiten im Verein bemüht. Im Jahr 1977 wurde ihm die Schützenkönigswürde zuteil. Als Josef Eder zum Ehrenschützenmeister ernannt wurde, nahm er auch diese Aufgabe sehr ernst und ging mit Bescheidenheit und Einsatzwillen einen Weg, der für viele junge und ältere Vereinsmitglieder beispielhaft war.
Sepp wie er von allen genannt wurde, war kein lauter Mensch, der sich in die erste Reihe drängte. Wenn er etwas sagte, hatte dies jedoch immer Tiefgang und er war erpicht darauf anderen zu helfen oder ein Ziel nachhaltig zu verfolgen.

Dem Soldaten- und Kriegerverein Denkhof gehörte er 49 Jahre an und er förderte ihn nach allen Kräften. Max Thoma, 2. Vorstand vom SKV Denkhof schätzte ihn als einen bei allen Anlässen gern gesehenen Gast und Kameraden.

Auch bei der FFW Denkhof war Josef Eder ein langjähriges Mitglied. Er trat 1949, 17jährig der Wehr bei und war über 43 Jahre lang aktiver Feuerwehrmann. Neben vielen Übungen und Einsätzen legte er das Leistungsabzeichen ab. Von 1972 weg war er viele Jahre in der Vorstandschaft tätig und wurde deshalb am 14.1.2001 zum Ehrenmitglied ernannt. Im Jahr 2018 wurde ihm die „Urkunde mit Goldnadel“ für über 60 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Denkhof verliehen. Thomas Eibl, Vorstand der FFW Denkhof brachte auch im Namen der Feuerwehr zum Ausdruck, dass der Tod von Josef Eder ein sehr schmerzvolles Ereignis sei. Er betonte, dass der Sepp immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr hatte und seine Unterstützung nie verwehrte. Er besuchte nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst immer weiter die Veranstaltungen der Feuerwehr und war ein treuer Begleiter. Die Freiwillige Feuerwehr Denkhof wird ihn stets in guter Erinnerung behalten und legte am Grab das Ehrenkreuz nieder.

Albert Petzi, 2. Bürgermeister von Büchlberg hielt die Trauerrede in seiner Funktion als Vorstand der Jagdgenossenschaft Nirsching und bedankte sich für seinen jahrelangen Einsatz. Josef Eder, der 35 Jahre von 1969-1994 Vorsteher der Jagdgenossenschaft Nirsching war setzte sich sehr stark dafür ein, dass die Nirschinger im Zuge der Gebietsreform 1972 eigenständig blieben. Josef Eder sei ein gutes Verhältnis zwischen den Grundstücksbesitzern und den Jägern immer äußerst wichtig gewesen.

Helga Wiedenbein

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