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Ein Grund zum Feiern – 50 Jahre Schützenverein Denkhof

Großes Jubiliäumsfest bei Kaiserwetter

 

Denkhof. Der SV Denkhof hat es krachen lassen. Das 50. Jubiläum wurde ordentlich und standesgemäß gefeiert. Bereits am frühen Morgen holte man die zahlreichen Vereine und Ehrengäste traditionsgemäß ein, es folgte der feierliche Kirchenzug mit der Blaskapelle Büchlberg. Der Festgottesdienst in der wunderschön geschmückten Denkhofer Pfarrkirche wurde von Pfarrvikar Ajirose Thankayyan feierlich zelebriert und nach dem anschließenden Festzug gaben die Böllergruppe der Braunschützen Straßkirchen mit SKV Chef Kanonier Alois Stadler und Stefan Krenn ein lautstarkes Staccato zum Besten. Ein Fest vom Feinsten auch für die Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Perfekter Salut der Böllerschützen Straßkirchen
Die Kanoniere des SKV Denkhof Alois Stadler und Stefan Krenn (v.l.n.r)

Bereits vor dem 2. Weltkrieg wurde in Denkhof der erste Schützenverein gegründet, die schießsportliche Betätigung wurde jedoch während des Krieges untersagt, sodass sich der Verein schnell auflöste. 1949 schlossen sich erneut einige Schießsportfreunde zusammen und gründeten die „Woidschützen Denkhof“ im ehemaligen Gasthaus Seibold. Mangels aktiver Mitglieder löste sich dieser aber bereits 1954 wieder auf. In den 70er Jahren jedoch konnte durch das große Interesse der Schützenverein Denkhof gegründet werden. Viele Vorstands- und Gründungsmitglieder weilen nicht mehr unter uns, bedauert Schützenmeister René Wiedenbein, sodass er umso dankbarer ist, dass die Gründer Johann Krenn sen., Ludwig Weidinger, Hans Grundmüller, sowie Kassenwart der 1. Stunde Herbert Wolf sen. an diesem Fest teilnahmen. Max Bauer, ebenfalls Gründungsmitglied, 1. Schützenmeister von 1995 – 2014 und erster Schützenkönig von 1974 freute sich, dass Johann Stadler am Festabend teilnahm und für sein langjähriges Engagement geehrt werden konnte.

(v.l.n.r.) 2. Schützenmeister Max Gründinger, 2. Gauschützenmeister Martin Gründobler, 1. Bürgermeister Josef Hasenöhrl, Gründungsmitglied Johann Stadler, 1. Schützenmeister René Wiedenbein

Seine erste Heimat fand der Schützenverein Denkhof „beim Kreizer“. Es sollten dort viele Jahre, gespickt mit schießsportlichen Erfolgen, als auch gesellschaftlichen Veranstaltungen folgen, bis man 2009 die niederschmetternde Nachricht erhielt, dass das Vereinslokal schließen werde. Die Schützen ließen sich aber nicht ins Boxhorn jagen und nahmen die sofortigen Planungen für eine Umsiedlung auf. Die Gemeinde stellte dem Verein das ehemalige Feuerwehrhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verfügung. Der Umbau wurde in zigtausenden Stunden von den Mitgliedern in Angriff genommen. Walter Eder und Otto Schätzl leiteten diesen und wurden sowohl von der Gemeinde tatkräftig unterstützt, als auch den Schützendamen, allen voran Fahnenmutter Edith Eder. Das eigene Vereinsheim gab auch der sportlichen Erfolgsgeschichte einen Schub. So schaffte die 1. Mannschaft den Aufstieg in die Bezirksliga, Gaumeister, sowie niederbayerische und bayerische Meister kamen aus den Reihen des SV Denkhof und zahlreiche Teilnahmen an den Deutschen Meisterschaften mit zum Teil sehr guten Platzierungen folgten.

Heute ist der Schützenverein Denkhof weit über die Grenzen der Gemeinde Büchlberg bekannt für seine hervorragende Jugendarbeit, die reiche Früchte trägt. Die Nachwuchsarbeit ist mittlerweile auch zum Kern der Vereinsarbeit geworden, denn „die Jugend sei unsere Zukunft“, betont der 1. Schützenmeister René Wiedenbein immer wieder.

Auf den Punkt gebracht hat es Hans Koller, stellvertr. Landrat, bei seiner Ansprache im voll besetzten Festzelt, in der er betonte, dass die bayerische Heimat mehr sei, als eine schöne Landschaft mit Häusern, oder eine funktionierende Wirtschaft. Heimat sei auch Vereinsleben, ehrenamtliches Engagement, dass „d‘Leit“ in den Dörfern zusammenhalten. Es sei schön, dass es Vereine wie den SV Denkhof gebe, die sich einem sportlichen Wettbewerb stellen, Kameradschaft und Heimat pflegen.

Bürgermeister und Schirmherr Josef Hasenöhrl kommt bei seinen Ausführungen über den SV Denkhof ins Schwärmen. Es sei dies ein Verein, wie er im Buche steht. Viel Jugend, jung Gebliebene und auch Ältere prägen diesen und man habe die vergangenen 50 Jahre einiges mit Energie und Herzblut auf die Füße gestellt. Mit Freude berichtete er über die vielen Veranstaltungen in den letzten Jahren, die er zuerst als Gemeinderat, später als Bürgermeister gerne besuchte, da er sich bei den Schützen sehr wohl fühle. Der Verein zeichne sich durch sportliche Topleistungen, sowie eine hervorragende Jugendarbeit aus und gesellschaftlich sei der Schützenverein ein Eckpfeiler in Denkhof, für das Ortsleben unverzichtbar und ein Vorzeigeverein der Gemeinde Büchlberg. Er lobte auch die anwesenden Gründungsmitglieder und betonte, dass sie alles richtig gemacht hätten.

Gerhard Rieger, 4. Bezirksschützenmeister stellte ebenfalls fest, dass die Jugendarbeit in Denkhof extrem hervorragend sei. Dies könne auch durch Zahlen belegt werden, so konnte der SV Denkhof trotz Corona in den letzten beiden Jahren viele Neumitglieder gewinnen, darunter ein großer jugendlicher Anteil. Als kleines Dankeschön für die hervorragende Arbeit wurde ein Erinnerungsteller überreicht.

Martin Gründobler, stellvertr. Gauschützenmeister freute sich die Ehrungen der Gründungsmitglieder vornehmen zu dürfen und auch, dass der Frauenanteil in den Schützenvereinen zugenommen habe. Mit einem kleinen Lächeln stellte er fest, dass die Damen schon des Öfteren bessere Ergebnisse erzielt hätten, als die Herren. Der SV Denkhof lebe die Tradition, dass andere Vereine mit eingebunden sind, aber auch die Bevölkerung sei jederzeit bei Veranstaltungen willkommen. Gründobler betonte, dass der 1. Schützenmeister René Wiedenbein einer Schützenfamilie angehöre, denn ohne die Unterstützung seiner Kinder und Gattin wäre vieles nicht möglich.

(v.l.n.r.) 2. Schützenmeister Max Gründinger, Ehrenschützenmeister Max Bauer, Ludwig Weidinger, stv. Landrat Hans Koller, Johann Krenn sen., Herbert Wolf sen., Hans Grundmüller, 2. Gauschützenmeister Martin Gründobler, 1. Bürgermeister Josef Hasenöhrl

Ehrengauschützenmeister Michael Hirschenauer schloss sich den Vorrednern an, dass der SV Denkhof eine hervorragende Jugendarbeit leiste. Er bedankte sich bei den Verantwortlichen, insbesondere bei Max Bauer für sein langjähriges Engagement sowie Max Gründinger der die „Seele der Jugend“ sei.

„Last but not least“ trat Fahnenmutter Edith Eder ans Rednerpult und brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass so viele Gründungsmitglieder, Vereine und Privatpersonen anwesend seien. Als Jubiläumsgeschenk überreichte sie dem Verein eine geschnitzte Figur des „Hl. Sebastian“, dem Patron der Schützen und hofft, dass dieser einen würdigen Platz im Vereinsheim findet.

(v.l.n.r.) 1. Schützenmeister René Wiedenbein, 2. Schützenmeister Max Gründinger, Fahnenmutter Edith Eder

 

Helga Wiedenbein